Bewegung hat ihren festen Platz in der Kneipp’schen
Lehre: Das ideale Wechselspiel zwischen Leistung und Ausruhen stärkt
Körper, Geist und Seele. Sebastian Kneipp hielt wenig von Hektik und
Stress, da beides auf Kosten der Gesundheit geht, und empfahl daher
maßvolle Bewegung.
Übersetzt in die heutige Zeit, bedeutet dies Ausgleichssport:
Wandern, Schwimmen, Radfahren, Reiten, Joggen, Golf, Tennis,
Skilanglauf, Gymnastik und Vieles mehr – Sportarten, die Spaß machen
und den Kreislauf auf Trab halten.
So harmonisiert man nicht nur den Bewegungsapparat, Herz und
Kreislauf, sondern auch Stoffwechsel und Nerven, kurzum: Alle
körpereigenen Systeme finden ihre Balance und machen den Menschen
belastbarer, erholter, lockerer, stärker, leistungsfähiger,
insgesamt also gelassener gegenüber den Anforderungen des Alltags.
Sebastian Kneipp betrachtete seine Patienten ganzheitlich: „Ein
abgehärteter Körper besitzt den größeren Schutz vor den Krankheiten
der Seele.“ Dabei ist Abhärtung relativ zu sehen: Wählen Sie die
Sportart, die Ihrer Persönlichkeit, Ihrer beruflichen Belastung,
Ihrer Kondition und Ihrem Alter entspricht. Der eine fühlt sich nur
wohl, wenn er täglich 25 Kilometer radelt, für den anderen ist ein
zehnminütiger Spaziergang am Tag genau das Richtige.
Wichtig ist, den „Freizeit“-Sport nicht aufs Wochenende und die
Urlaubszeit zu verlegen, sondern als festes Ritual ins Alltagsleben
einzubauen. Oder, wie die Jogger sagen: „Das Schwierigste am Sport
ist der Schritt vor die Tür.“
(Quelle: Kneipp-Bund e.V., Adolf-Scholz-Allee 6-8, 86825 Bad Wörishofen)
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